Eine Klimarisikoanalyse ist ein systematisches Verfahren, um mögliche Auswirkungen des Klimawandels zu identifizieren und ihr Schadenspotential zu bewerten. Ziel ist es, Risiken zu identifizieren, die durch extreme Wetterereignisse oder langfristige Klimaveränderungen wie steigende Temperaturen oder den Meeresspiegelanstieg entstehen können. Sie ist eine wichtige Grundlage, um zielgenaue Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln und dadurch die Klimarisiken zu senken.
Als Grundlage wurden für das Land Bremen Klimadaten der Vergangenheit („beobachteter Klimawandel“) und Projektionen für die Zukunft („erwarteter Klimawandel“) ausgewertet. Als Grundlage für die Auswertung der Klimaprojektionen wurde ein vom Deutschen Wetterdienst biaskorrigierter Datensatz auf Basis von 25 Modellkombinationen (Globalmodelle und Regionalmodelle) der deutschlandweit verfügbaren EURO-CORDEX und ReKliEs-De Daten verwendet (DWD-Referenz-Ensemble v2018). Bei der Bewertung von zukünftigen Klimarisiken wurde aus Vorsorgegründen von einem starken Klimawandel ausgegangen, dem Szenario RCP 8.5.
In einem nächsten Schritt wurden dann Fachleute aus allen Ämtern und Ressorts hinzugezogen, um zu bewerten, welche negativen Folgen durch den Klimawandel entstehen können. Die folgenden Klimaparameter bzw. -veränderungen wurden dabei betrachtet:
Die zusammengefassten Ergebnisse dieser Analyse wird in der Klimarisikoanalyse-Synthese übersichtlich dargestellt. Hier lässt sich gut erkennen, dass die Klimarisiken innerhalb der Handlungsfelder sehr unterschiedlich hoch sind.

Zusammenfassung der besonders relevanten Klimarisiken für Bremen und Bremerhaven.
In einem dritten Schritt wurde dann geprüft, wo in den Stadtgebieten von Bremen und Bremerhaven die klimatisch am stärksten belasteten Gebiete liegen. Die Ergebnisse wurden in den Belastungskarten festgehalten. Dieses Vorgehen ermöglicht eine thematische und räumliche Priorisierung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.